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#11 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Südlicher Frankenjura
Beiträge: 156
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Hallo zusammen,
ich hab so ein Ding nicht und hab auch nicht vor mir so eines zu kaufen. Es ist auch völlig klar, dass es sehr absurde züge annimmt, wenn sich jemand mit dem Ding ne komplette Route hochbesch..... . Mir wär das Ganze wahrscheinlich auch einfach zu umständlich und hätte dann für mich mit Spaß beim Klettern in der freien Natur nichts mehr zu tun. Dennoch find ich das herabkanzeln aller die sowas verwenden auch etwas ungerecht. Worin besteht denn für den einzelnen Kletterer höchstpersönlich der tiefere Unterschied zwischen "Ich kletter dann gemütlich im Nachstieg" und "Ich kenn eben keinen der mir das Ding einhängen kann, also probier ich es erstmal nachdem ich mich da hochgestängelt hab". Jeder hat dann die Route nicht im entferntesten rotpunkt geklettert. Der Unterschied ist lediglich, dass einer ne humane Seilkanone dabei hatte und der andere musste sich selbst die Mühe machen. Weniger befremdlich wirkts für Außenstehende natürlich, wenn ein junger Padawan mit seinem Meister durch die Wälder und Berge streift und in die Kunst der Überwindung der Schwerkraft eingewiesen wird, als wenn jemand sich Stück für Stück stängelnd die Wand hochquält. Dennoch find ichs OK, wenn jemand sich mal in ner schweren, schlecht abgesicherten Route mit sowas versuchen will solange er nachher nicht behauptet er sei das geklettert, bloß weil derjenige dann mal oben war. Auf die Dauer wird das doch sicher niemand betreiben. Das stell ich mir extrem Ätzend vor. Gruß vom toleranten Tschump Gerhard Polt - Toleranz (Part 1) - YouTube |
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#12 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.07.2009
Ort: im schwäbischen
Beiträge: 583
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rehi,
also tschump, ich ahne was du meinst. und du tippst ja auch nichts falsches. aber du hast zu meinem eher theoretischen ansatz nichts getippt, und zweitens gibts da auch ganz reale probleme mit dieser allgemeinen beliebigkeit der kletterei. bei dir am dohlenfels gibts einen der frühen 7er. der einstiegsboulder ist heute ne glatte 8 weil jedes heinerle auch mal diese 3-4 züge vollgeschwasselt haben muss - um dann abzuspringen. das gleiche gibts z.b. an der "zone erogene" in orpierre. eine super 6b. leider liegt sie gegenüber einer kletterkurswand. ein kletterkurs der uni freiburg hat da sogar mal ein seil reingehängt um den anfängern ein gefühl zu vermitteln wie hart 6b sein kann. die tour ist heute im einstieg schlicht ne speckschwarte. ich erinnere an die debatten von altmeister glowacz zu den basteleien in orgon am sector canal. ach was - die beispiele sind so ohne ende, dass ich nichts weiter aufzählen muss. dieser wahnsinn des "ich mach was ich will, weil mir keine ethik es wert wäre, auf etwas zu verzichten" führt uns alle in die grütze. und in aller arroganz möchte ich mal folgenden satz formulieren: wenn die mitte das extreme definiert, dann wackelt der schwanz mit dem hund. nein, ich bin nicht tolerant: wer sich hochstängeln muss, hat in der jeweiligen tour nichts verloren! gruss malmo
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in dubio pro secco Geändert von malmophil (12.01.2012 um 22:24 Uhr) Grund: wudkapause |
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#13 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Südlicher Frankenjura
Beiträge: 156
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Ich denke, wir sind uns da auf verschiedenen Toleranzstufen recht einig. Ich denk mir, dass es einfach lächerlich ist, wenn jemand in ne Routen einsteigt, für die derjenige das Beinchen nicht weit genug hoch bekommt, dort dann alle Griffe ne Stunde lang anfriemelt und damit abspeckt und im endeffekt doch nichts zerreißt.
Oft wären für diejenigen im Umkreis einige schöne Routen, in denen man nen schönen Klettertag verbringen hätte können, bevor man dann im nächsten Jahr mit mehr Ahnung in die schwerere Route einsteigen hätte können. Mein Punkt ist nur, dass ich es OK finde, wenn jemand sagt, dass er bevor er sich die Knochen bricht mal nen langen Hakenabstand in Bodennähe verlängert, weil er die Stelle nicht einschätzen kann, um ne Route auszubouldern. Da sehe ich es dann nicht dramatisch, ob man, wie ich das mache, dann mal jemanden fragt, ob er einem das Seil da mit hochnehmen kann oder ob man sich da selbst befriedigt. Wenn das dazu führt, das die Leute dann alle mal in "Kanal im Rücken" hängen, nur weil es die Route gibt und man mal eines der harten alten Bretter berührt haben will, dann sag ich auch: "Leute da habt ihr nix verloren. Spielt da wo ihr hingehört." Aber grad für Anfänger ist es eben oft schwer Routen zu finden,die als Spielplatz gut geeignet sind. Da werden die Leute dann halt erfinderisch. |
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#14 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.07.2011
Ort: Salzburg
Beiträge: 114
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ich kenn so ein teil nur, weil ein klasse kletterer in unserer gegend uns das mal gezeigt hat. in dieser gegend sind die einstiege oft nicht so ideal, dass man dort spotten könnte. Bis jetzt hatte ich es noch nicht nötig so ein teil zu verwenden, aber davor zurückschrecken würd ich auch nicht. es ist ja jetzt nicht so, dass ich eine route komplett ausserhalb meines vermögens überhaupt klettern will, aber vielleicht knapp ausserhalb meines limits, denn genau das, finde ich, ist das beste training, wenn ich immer nur 7er klettere, kann ich nicht plötzlich ne 8 klettern, sondern probier mal ne 7+, dann ne 8- usw... Wenn ein anfänger in eine schwere route will und dort alles anschwitzt weil er ja doch keinen der kleineren griffe halten kann, dann hat er nichts in der route verloren, ja.
aber eigentlich soll jeder machen was er will solange er mich nicht stört |
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#15 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 15.12.2010
Beiträge: 41
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hoi @ all
hab mir auch so einen 4,5m stic bestellt und freu mich schon drauf, wenn mein dealer den mal endlich ranschafft. sicherheit ist kein purer luxus vorklippen ist voll super, die pappnasen die bis zum ersten haken in 5m höhe hochmachen haben sie nicht alle... und ja, hat nix damit zu tun, ob die route jetzt für einen persönlich zu schwer ist oder nicht. sicher gebohrt muss sie sein. das sind leider manche eben nicht. und wenn man da mit klemmies nix machen kann: vorklippen ich würd auch den hügel hochmachen, um nen toprope zu hängen, oder den kollegen fragen ob er so lebensmüde ist (*mieser spass*) geht nur leider nicht immer. wie z.b. an der erwähnten "zone erogene" in Orpierre, die ich gar nicht soo speckig fand.. und wer da was vom "klettergefühl" des echten kletterns faselt: spring doch mal aus dem 2. stock vom balkon. dann kletterst du DIESE SAISON nicht mehr.. grüße Thorsten
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das bessere ist der feind des guten... Geändert von Thorsten (22.02.2012 um 20:00 Uhr) |
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#17 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 15.12.2010
Beiträge: 41
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stimmt Malmo,
wenn`s gut lief war nennt man das kühn, wenn man verkackt sprechen die leute in der regel aber von dumm. gemacht haben beide das selbe, einer hatte eben pech. schau, wenn ich mir bloß den knöchel verknaxe und dann nicht arbeiten kann is echt essig für mich, so als selbstständiger... deshalb "safety first" das predige ich auch in meiner jugendgruppe in der kletterhalle ! und ja recht hast du: ne harte route vorklippen und dann nicht hochschaffen ist massiv peinlich.. ich werd zwar gelegentlich auch komisch angeschaut, wenn ich an der wand bis zum ersten haken nen klemmie oder mehr gelegt hab (wenn`s geht), ist mir aber echt latte.. schau, einer aus meinem weiteren kletter- bekanntenkreis ist tot wegen klettern, nen anderer lag nen halbes jahr im streckbett. ist nicht so schön sowas mitzubekommen. grüße Thorsten
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das bessere ist der feind des guten... |
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