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Alt 09.01.2012, 00:38   #1 (permalink)
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Beitrag Kurzumfrage zum Thema Clipstick, Bitte um rege Beiteiligung :)

Hallo allerseits!

Wir, drei Karlsruher Studenten, möchten für ein HOCHSCHULPROJEKT eine Kundenumfrage zum Thema CLIPSTICK durchführen. Dabei sollen die Meinungen und die Vorzüge der Zielgruppe untersucht und analysiert werden.

Jede Beteiligung ist uns eine große Hilfe und dauert garantiert weniger als 2 Minuten.

Vielleicht gibt es ja auch im Forum Interesse an den Ergebnissen

--> https://docs.google.com/spreadsheet/...MnZYTnIxR3c6MQ

Vielen Dank für jede Stimme!!

Beste Grüße,
das Projektteam Clipstick
JoKern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2012, 18:40   #2 (permalink)
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hi,
diese forke ist die volle lachnummer. wenn spoten als sicherung nicht mehr reicht, dann sollte man(n) eben die finger von der tour lassen.
die 3-4 zügen zur ersten rostkrücke in der glatten wand (rutschenfels) erforderten 1965 bereits den rücken des seilzweiten als redundanz. spoten ist also nicht neu. die fränkische unart, in den dächern mit der stange nach haken zu fischen, ist vor allem selbstbetrug.
ich will nun nicht offtopic die pinkpointdebatte neu führen. nötig ist aber, zu hinterfragen, wo freiklettern anfängt und wo es aufhört.
und zur erinnerung: wir reden hier nicht über erstbegehungsversuche, sondern über wiederholungen in dächern (oft mit sitzstart).

gruss malmo
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in dubio pro secco
malmophil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2012, 12:19   #3 (permalink)
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Ich finde die Art von Sichern vom Kopf her immer bedenklich - ich bin immer der Meinung entweder ich komm so hin dass es reicht - ich so steh dass ich einhängen kann oder ich lass es - diese vermeintliche "Verlängerung" im Hinterkopf würde mich zurückwerfen in meinem Limit - weil ich dann denken würde - wenns nicht reicht dann halt mit dem Ding, und cih weiss wovon ich rede - mit 1,64 m bin ich eher "kurz"geraten - ich hab zwar ne ordentliche Spannweite in den Armen im Verhältnis, aber trotzdem habe ich an manchen Routen mehr Schlüsselstellen als größere - oder muss eben wesentlich kreativer ran als einfach nur raufgreifen.

Wüsste ich dass ich verlängern kann - dann wüsste ich nicht ob ichs zur Not drauf ankommen lasse so wie jetzt - sprich ich steig drüber bis ich ne Möglichkeit finde, probiers am Limit drunter oder lass es bis ich das besser heben oder lösen kann - das zwingt mich eben mein Limit auch zu erkennen oder zu erweitern (wir gehn mal davon aus dass sich das nicht mehr im Grounderbereich abspielt wo ich spotten lass oder eben noch ein wenig rechne wie das höhenmässig hinkommt)

Das wäre ein vermeintlicher doppelter Boden der nicht wirklich da ist *gg ich verlass mich auf das was ich leisten kann an Reichweite, Kraft und mentaler Stärke.
mörchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2012, 13:11   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von mörchen Beitrag anzeigen
wir gehn mal davon aus dass sich das nicht mehr im Grounderbereich abspielt wo ich spotten lass oder eben noch ein wenig rechne wie das höhenmässig hinkommt
Aber ganau für diesen Bereich ist das Ding gedacht.
So'n Ding nimmt ja keiner in die Route mit und klippt damit das Seil ein. Wenn man die erste oder zweite Exe aus Sicherheitsgründen einhängt, ist das meiner Meinung nach völlig in Ordnung.
KnutWuchtig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2012, 15:16   #5 (permalink)
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Benutzerbild von Lokray
 
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Zitat:
Zitat von KnutWuchtig Beitrag anzeigen
Aber ganau für diesen Bereich ist das Ding gedacht.
So'n Ding nimmt ja keiner in die Route mit und klippt damit das Seil ein. Wenn man die erste oder zweite Exe aus Sicherheitsgründen einhängt, ist das meiner Meinung nach völlig in Ordnung.
da kann ich mich nur anschließen, gerade wenn ich eine neue schwere tour auskundschaften will und eventuell gleich zu beginn eine schlüsselstelle liegt, warum sollte ich mir da nicht den luxus von sicherheit gönnen?
Lokray ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2012, 16:06   #6 (permalink)
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rehi,
na also ich weiss nicht...
den begriff "schwerer einstiegsboulder" gibts ja nicht erst seit gestern.
von mir aus soll rumstängeln wer will, aber dann muss das auch so gekennzeichnet werden. von mir aus dann "blackpoint" - als ganz besonders traurigen fall. *g*
und zum thema "damals war alles besser": auf der alb gibt es einige holzkeildächer, die haben nur 2-3 begehungen! aber alle begehungen gingen sturzfrei aus. wers drauf hatte stieg ein, wers nicht drauf hatte spendete neidlos beifall. so einfach ist das mit dem "sich trauen".

gruss malmo
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malmophil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2012, 16:51   #7 (permalink)
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Wie gesagt - das ist meine persönliche Einstellung zum Klettern und dem was ich von mir abverlange - erwarte - das ist wie mit dem Frog von Kong (keine ahnung wie man das schreibt) - und ich glaube das nehmen genügend auch in einer Route - und ich persönlich bin der Meinung ich steig eine Stelle dann wenn ich sie kann und ansonsten ist es noch nicht meine Route. Ich kundschafte auch Schlüsselstellen aus - dann hab ich jemand der das Ding schon steigen konnte und ich begehs in Ruhe im Nachstieg und probier rum.

Eine Route definiert sich für mich vom Einstieg bis zum Ausstieg und wenn eben schon der Beginn ne Schlüsselstelle ist dann hab cih eben schon da was zu tun was mich nächtelang in Gedanken beschäftigt wie ich da hochkomm *gg

Geändert von mörchen (11.01.2012 um 17:04 Uhr)
mörchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2012, 07:51   #8 (permalink)
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wenn ich, wie malmo sagt, rumstängel, dann gehe ich mal sowieso nicht davon aus, dass ich eine tour durchsteige und das dann als rotpunkt deklariere, das ist schon klar, das ist dann einfach so als würde ich öfters pausieren müssen, es zählt einfach als nichts. Wenn ich dann die route kenne und sie durchsteigen kann ohne drinsitzen, und ohne vorklippen, dann nenn ich das rotpunkt.

ich bin halt kein typ von früher wo klettern noch ein richtiges abenteuer war, ich stehs mir mehr auf gute absicherung, wenig verletzungen und die bewegungen. das ist dann der zeitgeist oder wie würde man das nennen?
Lokray ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2012, 17:01   #9 (permalink)
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hi locke,
niemand steht auf verletzungen, ausser er gehört zur borderliner-fraktion der vertikalhelden.
das problem ist komplexer.
die engländer (wars mummery?) sprachen von den "fair means", messner nannte es "den tod des unmöglichen". und das was du gerne hättest, würde ich mit "konsequenzloser konsum" charakterisieren. dieser begriff enthält aber einen unauflösbaren antagonismus (jaja - das ist ne tautologie *ggg*): weil die vernutzung von etwas seiendem immer schlacke hinterlässt. genauer: die stoffwechselschlacke des touristischen konsums von natur ist die aufhebung eben dieser natur.
der jeweilige zeitgeist drückt sich den 3 oben genannten begriffen bestens aus.
den engländern ging es um die gentleman-like bewährung in einem abenteuer. da spielten begriffe wie manneszucht und ähnlich verganges-fremdes durchaus eine rolle. und natürlich fand dies auch in einer phase statt, in der die bürgerliche gesellschaft den individualismus erfand und institutionalisierte.
messners begriff verweist auf ein zeitalter in dem mit geradezu imperialem gestus eine totale aneignung von natur bzw natürlichen prozessen statt fand. der alpine ausdruck dafür waren die mit hakenrasseln erzwungenen touren durch bis dahin als "unmöglich" geltendes gelände. deswegen messners kritik mit dem kampfbegriff "tod am unmöglichen".
was mummery und messner aber miteinander verbindet, ist die in ihren begriffen enthaltene selbstbeschränkung. im rumgestängel ist selbstbeschränkung (was ich nicht klettern kann, lass ich halt sein!) völlig aufgehoben. es ist das konsequenzlose rumgetue von menschen, die meinen sie haben ein naturrecht (das ist ein begriff den sich nachzugooglen lohnt) auf durchsteigung jedweder route.
an diesem punkt werde ich aber zum radikalinski: dieses recht hat nämlich grundsätzlich jeder und defacto wenige. weil es jeder hat, der es sich durch eigenes zutun (training) erkämpft. und keiner, der es sich erschleicht.
der run an die felsen ist nur deswegen so ausgeprägt, weil die selektion im tal bereits aufgehoben wurde. das gestängel ist nur eine andere form der touristischen infrastruktur, die massen in gebiete schleust, in denen diese massen zum grössten teil nichts zu suchen haben.
wie schnell man von einer öffentlichkeit die gerne lau badet in misskredit kommt, ist mir klar. aber gerade diesen laubadenden ist zu sagen: alpinismus und extremes klettern ist in seinen grundzügen elitär - und somit qua begriff nichts für alle!
ich hoffe du kannst verstehen, warum ich trotzdem sage: ich könne jedem seine frei gekletterten meter.

gruss malmo
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malmophil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2012, 17:36   #10 (permalink)
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kurzer nachtrag:
der umgekehrte wahnsinn sind dann im übrigen sogenannte anfängertouren, bei denen dann in 12m höhe der erste haken steckt, weil es ja nur ein 3er sei!
das ist eine tatsächlich zynische arroganz.
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malmophil ist offline   Mit Zitat antworten
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