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#1 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 38
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Hallo Alle,
hier gibt's einen Artikel zu Sicherheit in Kletterhallen: Unfälle in Kletterhallen bei klettern.de - Unfälle beim Hallenklettern Was meint Ihr dazu? Wie kann man die Sicherheit in Hallen verbessern, welche Maßnahmen könnten helfen? Oder ist es gar nicht so wild und eigentlich muss man nichts ändern? Wir freuen uns auf Eure Meinung! Sarah |
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#2 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 02.06.2006
Ort: Metzingen
Beiträge: 23
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Hallo,
ein Kletterschein ist meiner Ansicht nicht unbedingt nötig. Viele Gründe die schon oft genannt wurden sprechen auch dagegen. Man sollte vielmehr mal folgende Dinge genauer betrachten: 1. Reicht eine 30min Einweisung wie sie in manchen Hallen gang und gebe ist? Damit ich Toprope klettern kann? Reicht es dass jemand vor Jahren schon mal geklettert ist? 2. Ist es ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein wenn "erfahrene" Kletterer einen total blauäugigen an den Tresen schicken damit der ne vernünftige Einweisung bekommt und die schickt ihn dann ohne Einweisung dafür aber mit nem Seil zum Vorstieg zurück?.... 3. Warum in Gottes Namen gibt es nirgends eine Hallenaufsicht die einem auf die Finger schaut...? Jetzt schreien wieder alle laut auf. Neben dem Klettern bin ich noch Hochseilgartentrainer und da ist es Standard und Pflicht den TN auf die Finger zu schauen... Warum passiert so etwas nicht in der Halle? Das gibt es doch gar nicht, dass im ERCA/HSG Bereich so strenge Richtlinien gelten und im Konsumparadies Kletterhalle jeder darf wie er will.... Desweiteren sollte sich mal jeder hier an die Nase fassen ob er was sagt wenn ihm etwas auffällt. Klar es ist nervig und anstrengend - aber viele Anfänger reagieren positiv auf freundliche nette ruhige Kritik. Die "Erfahrenen" lassen sich nicht immer etwas sagen, aber man hat es gesagt und darauf hingewiesen. Meiner Ansicht nach ist jeder der zum Klettern geht, für sich selbst für seine Kletterpartner und für seine Umwelt im doppelten Sinne verantwortlich. Sagt halt mal was.... Nachher stehen alle wieder und sagen, "ich hab ja gleich gemeint dass geht nicht gut..." - im Hinterher wissen es alle besser und sind sensationsgeil wie nach dem Unfall in München. In meiner Stammhalle - sage ich regelmässig etwas und werde da auch oft schräg angeschaut - dass ist mir mittlerweile aber egal - Ich glaube ich könnte nicht damit umgehen, dass jemand sich schwer verletzt hat oder zu Tode gestürzt ist und ich nichts gesagt hätte..... Mein Plädoyer geht in Richtung - Kontra Kletterschein - Pro Verantwortung übernehmen - zurück zum Klettersport mit Sozialkompetenz - weg vom Konsumsport.... Gruß Betze |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 07.02.2008
Ort: Kölle
Beiträge: 136
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also wenn man den kletterschein einmal macht und dann ist gut - warum nicht?
allerdings müsste ja dann in jeder halle grundsätzlich ein 'bademeister' da sein, der den schein abnehmen kann? hehe, und dann bekommt man hintendrauf die sicherungsgeräts-klasse eingetragen. max mustermann hat den kletterschein kl. 3, und ist befähigt, mit achter und tube zu sichern.... fürs grigri muss man eine zusatzprüfung machen.. alles, was man unternehmen könnte, wäre besser, als es so zu lassen wie es grad läuft. zum teil echt lebensgefährlich, was da so in den hallen abgeht.. am schlimmsten sind die "starken" - die denken immer, sie bräuchten sich nicht an die regeln halten (z.b. nur jede 3. exe klinken etc) - und wenn da mal n griff bricht? problem ist nur, dass der dav, der das ja eigentlich durchziehn müsste, die am schlechtesten ausgebildeten truppen hat... mein senf. g |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Südlicher Frankenjura
Beiträge: 156
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Ich find bei Hallensicherheit geht es hauptsächlich um Eigenverantwortung.
Klar wär es super wenn in jeder Halle ein paar Leute Aufsicht hätten, die einem sagen was man falsch macht. Ich denk das auch bei erfahrenen Kletterern oft mal ganz gut wär wenn einem jemand sagt welche Fehler sich im Laufe der Zeit eingeschliffen haben. Außerdem kann man immer mal was übersehen. Bei Anfängern rate ich jedem dazu einfach mal einen Kurs mitzumachen. Meistens lernt man da alle möglichen Sicherungstechniken kennen und ist dann gut gerüstet selber mal ein wenig zu klettern. Ob man am Ende des Kurses einen Schein kriegt oder nicht ist mir Wurscht. Für die Hallenbetreiber wäre so ein Schein natürlich praktisch, die können dann einfacher sehen, ob jemand ne Grundahnung hat. Allerdings sagt der Schein dann auch wieder nicht so viel aus. Ob der Kletterneuling alles verstanden hat oder nicht, bzw. wie aufmerksam dieser ist weiß man werder mit noch ohne Schein. Am wichtigsten ist aber wohl, dass sich jeder klar sein muss was der Kletterpartner kann. Ich hab auch schon mal gesehen, dass eine Kletterin ihrem Sicherungspartner während sie geklettert ist erklärt hat wie das Sichern eigentlich funktioniert. Das ist dann ein Fall von selber schuld. Ich hab ihm dann helfen müssen, als er nicht richtig kapiert hat was sie mit "er soll zu machen" meint. Wenn man so unterwegs ist kann man ja drauf warten bis was passiert. Die andere Sache ist der Lärm und die Ablenkung. Hab ich auch schon gesehen, dass Leute vor lauter quatschen, einfach mal vergessen den Achter zurückzuschlaufen. Gott sei dank, ist derjenige dann schon 3 Meter über dem Boden auf Matten gestürzt und hat es nicht erst am Umlenker bemerkt, dass sein Toprope nix bringt. Ich denk mit einer realistischen Selbsteinschätzung was man kann und der nötigen Aufmerksamkeit sollte klettern eigentlich für jeden einigermaßen sicher möglich sein. |
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#5 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 09.09.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 6
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nicht ganz, aber in belgischen kletterhallen recht verbreitet sind dünne matten mit darunter einer kartonage schicht. die nimmt im falle eines falles fast die gesamte sturzenergie auf (mit etwas glück gehen stürze von 1-14m glimpflich aus). ist aber ansonsten stabil. ob man dabei noch mit hebebühnen zum bequemen routenschrauben drüber fahren kann, weiss ich nicht.
und ob das alle hallen haben sollten, ist wieder eine andere frage. http://www.solosafe.info |
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#6 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 15.03.2009
Beiträge: 1
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Wir haben innerhalb unserer Sektion die Ausbildung 2005 / 2006 von HMS-Sicherung auf ATC umgestellt. Es hat sich für üns als Ausbilder herausgestellt, dass die meisten das Gerät innerhalb weniger Minuten verstanden haben und nicht wie mit dem HMS langes Erklären notwendig ist.
Das GriGri lassen wir zwar zu, jedoch nur wenn die Leute wirklich oft mit uns klettern waren, so dass wir uns sicher sein können, dass sie das Gerät beherrschen und nicht die häufigen Fehler im Umgang mit dem Gerät machen. Ich muss aber auch sagen, dass das Gerät gut und auch ein großer Gewichtsunterschied damit gehandhabt werden kann. Was aber meiner persönlichen Meinung nach zu vielen Unfällen in Kletterhallen führt - kann nicht abgestellt werden. Die Ablenkung ist doch recht groß und ich erwische mich selber dabei wie ich anderen Kletterern zusehen anstatt auch meinen Kletterpartner zu achten. |
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#7 (permalink) | |
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Mitglied
Registriert seit: 21.03.2009
Beiträge: 2
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hmmm also ich poste zu dem Thema einfachmal nen Beitrag von nem User aus nem anderen Forum (ungekürzt, unverändert... es ging darum das jemand nen paar Leute gesucht hat, die nen "betreutes Reinschnuppern" mitmachen:
Zitat:
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#8 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 23.03.2009
Beiträge: 1
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'morgen,
sicherheit ist in meinen augen eine kombination aus eigenverantwortung (der kletternden) und auferlegter sicherheit (des betreibers). eine gewichtung zu finden, deren ergebnis 'die' maximale sicherheit ist - danach suche ich auch schon länger. einen teil der sicherheit gewährleisten die betreiber, indem sie die wand und die sicherungspunkte regelmässig checken und die wand 'in ordnung' halten. hier gibts kaum noch unerkannte unfallursachen, aber trotzdem kann mal ein karabiner eingeschliffen oder eine schlinge zerrupft sein bevor der nächste check gemacht wird; dann sollte jeder kletterer willens und in der lage sein, das abgewetzte ding bei der hallenaufsicht zu melden. andersherum kann man als hallenbetreiber nicht davon ausgehen, dass der kompetent unterschriebene zettel nicht auf einer fehleinschätzung beruht - woran auch ein kletterschein nix ändert. ich war anfang des jahres in der kletterhalle in salzburg, dort wird den kletterern explizit verboten, was den betreibern nicht gefällt und vorgeschrieben, was ihnen richtig erscheint - und es wird auch kontrolliert, erklärt und wieder kontrolliert. einen kletterschein halte ich für nutzlos, wenn er ähnlich wie ein führerschein funktionieren soll (wer kann linksseitig einparken?). sich einen crashkurs geben lassen, schnell durchprüfen - 50 euro und gut? kaum. wer mal reinschuppern will kann sich unter betreutem klettern an die topropes hängen. mit fixen achterknoten und doppelten schraubkarabinern. mit kompetentem personal (nein, das personal hat auch keinen kletterschein, dafür aber gesunden menschenverstand ist alles gelernt und man fühlt sich richtig sicher, kommen dann die routinefehler. vor solchen kann man sich nur schwer schützen, ist doch der zeitraum zwischen fehler und auswirkung recht klein. da hilft dann der partnercheck, den ich oft auch zum 'nachbarcheck' ausweite, inclusive vor-ort-beratung. die meisten sind doch recht dankbar, wenn sie freundlich auf fehler hingewiesen werden. und worauf läuft das jetzt raus? auf miteinander. bis irgendwann ein system gefunden wird, das im kritischen sturzfall die gravitaion ausschaltet sind wir auf gegenseitige kommunikation angewiesen. vom ersten kletterzug an. cheers, random |
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#9 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 18.04.2009
Beiträge: 1
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Ich finde es gibt mehrere Optionen die man anstreben Könnte für mehr sicherheit in Kletterhallen:
1. Jede Kletterhalle könnte sich Halbautomatische Sicherungsgeräte anschaffen (Grigri,Eddy..) und an leute dich nicht richtig sichern können verteilen bei mit hat eine einweißung von 1 Minute ausgereicht um mit dem Grigri sichern zu Können. 2. Jeder besucher in der Kletterhalle kurz beim Sichern "Prüfen" d.h. kurz über die schulter schauen wenn nötig Tipps geben schauen Wegen gewicht das der sichernde nicht 15-20 Kilo Leichter ist... und 3. leute inKletterhallen die sichern für eine Aufpreis für ein wenig geld Liebe Grüße Marcel |
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#10 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 21.03.2009
Beiträge: 2
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Hallo Mohr,
also ich find deine Ideen prinzipiell gut und sehe dadrin auch erste Ansätze. Ich glaube eine 100%ige Sicherheit wird es beim Klettern auch nie geben: also das mit den Halbautomaten halte ich für nicht ganz ungefährlich, da die ja auch ein gewisses Fehlbedienungsrisiko haben und nicht unbedingt einfacher zu bedienen sind als z.B. nen Tube.. Das mit den darauf achten, dass der Partner zwingend nicht mehr als 15-20kg Unterschied hat ist aus meiner Sicht auch so ne Sache (also ich kletter auch mit Leuten die mehr als 20kg schwerer sind als ich [sowohl Toprope als auch Vorstieg]): OK da bin ich dann auch schon mal nen paar Meter abgehoben (klar das Ausweichen vor dem der runterkommt ist nicht ohne) aber bei schwierigen Routen mit wahrscheinlicherem Sturz bleibt ja immer noch die Möglichkeit über Fixpunkte zu sichern bzw. sich selbst dadran "festzuketten" [erfordert dann halt, dass die Dynamik anders wieder reingebracht wird]. Die Frage muss dann natürlich auch sein: Was passiert wenn die Leute aus der Halle rausgehen und dann draußen loslegen und nur noch darauf vertrauen, dass immer alles "gut und sicher" ist? Ich denke je länger ich über das Thema nachdenke: jeder sollte im eigenen Interesse eine vernünftige Ausbildung suchen und wenn jemand sieht, dass einer da grobe Schnitzer bringt keine Scheu haben ihm da zu helfen. Die aktuelle Climb hat da ja auch nen Artikel zum Thema Feedback - ich denke das bringt's ganz gut auf den Punkt. Nicht nur auf sich selbst schauen sondern auch gegenseitig voneinander lernen. |
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